Frühjahr: Forst- und Hofarbeiten smart erledigen

Im frühen Frühjahr (je nach Region ab Ende Februar/März) geht es in vielen Land- und Forstbetrieben um drei Dinge: aufräumen, vorbereiten und wieder in Takt kommen. Typische Aufgaben sind Sturmholz, Problemholz, Stubben, Zaunbau, Pflanzflächen und Hof-/Wegepflege.

Dieser Beitrag zeigt die häufigsten Frühjahrs-Jobs und ordnet ein, wann sich ein Deitmer-Grundgerät mit passenden Anbaugeräten besonders lohnt (Kegelspalter, Erdbohrer, Baumstumpfbohrer, Kreiselgrubber, Wildkrautbürste).

 

Auf einen Blick: Welche Aufgabe passt zu welchem Anbaugerät?

Warum Frühjahr der beste Zeitpunkt für „Technik richtig auslasten“ ist

Im Frühjahr wechseln Aufgaben schnell: morgens Holz, mittags Zaun, danach Fläche vorbereiten. Betriebe profitieren besonders, wenn sie ein Trägerfahrzeug (z. B. Bagger/Hoflader) nicht nur für einen Zweck einsetzen, sondern mit wechselbaren Werkzeugen mehrere Jobs abdecken. Genau dafür ist das Grundgerät-Prinzip gemacht: ein Antrieb, mehrere Einsatzmöglichkeiten.

Umringt von Baumstämmen steht ein Radlader und bearbeitet einen Baumstamm mit dem Kegelspalter.

1) Schnellcheck vor dem Saisonstart (15 Minuten, spart Ausfälle)

Wenn Maschinen und Anbaugeräte ein paar Wochen standen, sind das die häufigsten „Zeitfresser“ im ersten Einsatz: kleine Hydraulik-Lecks, lockere Verschraubungen, verschlissene Teile.

Kurz-Checkliste:

  • Hydraulikschläuche/Kupplungen: dicht, scheuerfrei, korrekt verlegt
  • Aufnahme/Schnellwechsler: Spiel, Verriegelung, Bolzen prüfen
  • Verschleißteile: Spitzen, Schneiden, Zinken, Bürsten kontrollieren
  • Schmierstellen: einmal durchgehen
  • Probelauf: ruhiger Lauf, keine ungewöhnlichen Geräusche/Vibrationen

3) Zaunbau, Pfähle, Pflanzung: Löcher bohren statt „rumstochern“

Typischer Frühjahrs-Job: Zäune reparieren, Weiden neu abgrenzen, Wildschutz, Pfähle, Schilder, kleine Fundamente, Pflanzlöcher.

Wann ein Erdbohrer Zeit spart

Ein Erdbohrer lohnt sich besonders bei:

  • vielen gleichartigen Löchern (Zaunpfähle, Setzpfosten, Pflanzreihen)
  • wechselnden Bodenarten (wenn passende Schneiden vorhanden sind)
  • Arbeiten, bei denen „sauber & gerade“ zählt (Pfostenflucht, definierte Tiefe)

Praxis-Tipp: Standardisieren Sie Durchmesser und Tiefe je Einsatz – das reduziert Fehler, Nacharbeit und Zeitverlust.

5) Flächen vorbereiten: Boden lockern, Wurzeln lösen, startklar machen

Typisch im Frühjahr: Pflanzflächen vorbereiten, Reparaturstellen bearbeiten, Rekultivierung, Bereiche „wieder in Form bringen“.

Wann ein Kreiselgrubber Sinn ergibt

Ein Kreiselgrubber ist hilfreich, wenn man:

  • Boden lockern und vermischen will
  • Wurzeln und Pflanzenreste aus dem Oberboden lösen muss
  • Flächen zügig für Pflanzung oder weitere Arbeitsschritte vorbereiten wills

Wichtig: Im Frühjahr ist der Boden oft noch feucht – wählen Sie Zeitpunkt und Tiefe so, dass Sie nicht unnötig verdichten oder schmierende Spuren erzeugen.

2) Sturmholz & Problemholz: So wird aus „nervig“ wieder „machbar“

Problem im Frühjahr: Viel Holz ist krumm, astig oder hat Wurzelanläufe – klassische „Problemstücke“, die am normalen Spalter nerven oder gefährlich unhandlich werden.

Praktischer Ansatz: Erst grob in handhabbare Teile, dann sauber weiterverarbeiten.

Wann ein Kegelspalter besonders sinnvoll ist

Ein Kegelspalter ist stark, bei:

  • sehr dicke Stücke / Starkholz
  • krumme Abschnitte mit starken Ästen
  • Wurzelstücke und schwere Anläufe
  • Holz, das sich nicht sinnvoll auf einen Spaltertisch legen will

Nutzen in einem Satz: Man bereitet schwierige Stücke so vor, dass der „normale“ Spaltprozess danach wieder sauber durchläuft.

4) Stubben im Weg: Fläche frei machen für Wege, Pflanzstreifen, Trassen

Problem: Stubben sitzen genau dort, wo man im Frühjahr wieder ranmuss: Pflanzstreifen, Zaunlinie, Wegrand, Zufahrt.

Wann ein Baumstumpfbohrer passt

Ein Baumstumpfbohrer ist besonders praktisch:

  • wenn mehrere Stubben im Projekt anfallen
  • wenn du kontrolliert arbeiten willst (statt „großflächig aufreißen“)
  • wenn ein Bagger ohnehin vor Ort ist und die Arbeit „mitlaufen“ soll

Ergebnis in der Praxis: Stubben werden so bearbeitet, dass Entnahme und Wiederherstellung der Fläche leichter planbar werden.

6) Hof & Wege: „Einmal sauber starten“ (ohne Chemie)

Warum das für Betriebe relevant ist: Pflegeflächen, Höfe und Zufahrten sind Visitenkarte und Sicherheitsfaktor (Rutsch-/Stolperstellen, ungepflegte Ränder).

Wann eine Wildkrautbürste passt

Eine Wildkrautbürste ist sinnvoll:

  • auf Pflaster/Beton/Asphalt
  • wenn mechanische Reinigung gewünscht ist
  • wenn regelmäßig wiederkehrende Flächen vorhanden sind (Hof, Wege, Parkplätze, Betriebsgelände)

FAQ: Häufige Fragen im Frühjahr

Welche Angaben braucht ihr für eine gute Geräte-Empfehlung?

  • Trägerfahrzeug (Bagger/Hoflader/Traktor)
  • Hydraulikdaten (Ölstrom, Druck – falls vorhanden)
  • Hauptaufgaben (Holz, Bohren, Stubben, Boden, Reinigung)
  • Material/Boden (z. B. steinig, lehmig, wurzelreich)
  • Einsatzhäufigkeit (gelegentlich vs. regelmäßig)

Lohnt sich ein System überhaupt, wenn man nur saisonal arbeitet?

Oft ja – wenn man mit einem Grundgerät mehrere Aufgaben abdecken kann, steigt die Auslastung automatisch, weil man im Frühjahr und Herbst verschiedene Arbeiten hat.

Was ist der häufigste Fehler im Frühjahr?

Zu spät planen und dann mit „falscher Technik“ improvisieren. Frühjahrs-Jobs sind oft planbar: Sturmholz, Zaunbau, Pflanzflächen – wer hier vorher standardisiert, arbeitet ruhiger und schneller.

Herr Deitmer empfiehlt Ihnen gerne die passende Kombination aus Grundgerät und Anbaugeräten – passend zu Ihrem Trägerfahrzeug und Ihren typischen Arbeiten im Frühjahr.

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