Wer Brennholz selbst produziert – ob für den eigenen Betrieb oder für den Verkauf – weiß:
Nicht das Sägen am Ende frisst die meiste Zeit, sondern alles davor und dazwischen.
In diesem Beitrag gehen wir den Weg einmal komplett durch:
Vom gefällten Stamm im Wald bis zum ofenfertigen Holz – mit dem Blick darauf, wo welche Technik sinnvoll ist und wo ein Kegelspalter seine Stärken ausspielt.
1. Vom stehenden Baum zum gefällten Stamm
Am Anfang steht die Fällung. Ob mit Motorsäge und Rückezange, Harvester oder klassischer Handarbeit – wichtig ist vor allem:
- Sichere Fälltechnik
- Saubere Schnittführung, damit das Holz gut weiterverarbeitet werden kann
- Zugänglichkeit für Rückezeug, Traktor oder Bagger
Für den späteren Ablauf ist entscheidend, wie die Stämme bereitliegen:
- bereits auf brauchbare Längen geschnitten oder
- als Langholz, das erst später verarbeitet wird
Je „gröber“ die Stämme aus dem Wald kommen, desto mehr Reserven braucht die Technik beim späteren Spalten.
2. Rücken & Lagerplatz: kurze Wege sparen Zeit
Nach der Fällung kommt das Rücken: Das Holz wird aus dem Bestand an einen Lager- oder Polterplatz gebracht, an dem dann weiter verarbeitet wird.
Tipps für einen effizienten Ablauf:
- Möglichst ebener, tragfähiger Platz für weitere Arbeiten
- Gute Zufahrt für Traktor, Bagger oder Hoflader
- Wenn möglich: Polter so anlegen, dass Holz greifbar ist (für Greifer/Kran)
Je besser der Platz, desto angenehmer das Arbeiten mit Spalter, Kegelspalter, Sägespalter oder Wippsäge.
3. Grob vorarbeiten: wann ein Kegelspalter ideal ist
Spätestens am Lagerplatz kommt die Frage:
Erst sägen und dann spalten – oder umgekehrt?
Gerade bei starken Stämmen, krummem Holz, dicken Wurzelanläufen oder astigem Problemholz stößt ein klassischer Holzspalter schnell an Grenzen. Hier spielt ein Kegelspalter am Bagger oder Hoflader seine Stärken aus:
- Der Kegel zieht sich ins Holz hinein und sprengt den Stamm auf.
- Selbst sehr starke oder knorrige Stücke werden so in handlichere Teile zerlegt.
- Wurzelstücke und „Problemklötze“, die ungern jemand auf den Tischspalter legt, lassen sich sinnvoll vorbearbeiten.
Vorteil:
Die so vorgebrochenen Stücke können anschließend deutlich leichter:
- auf dem Spalter oder Sägespalter weiterverarbeitet werden, oder
- direkt mit der Sägen/Spalten-Kombination auf ofenfertige Länge gebracht werden.
Gerade Betriebe mit eigenem Bagger oder Hoflader nutzen so vorhandene Technik sinnvoll aus, statt sich mit zu großem, schwerem Holz am Spalter abzuquälen.
4. Sägen & Spalten: das Herzstück der Brennholzproduktion
Je nach Betrieb kommen unterschiedliche Lösungen zum Einsatz:
- Einfacher Spalter + Motorsäge
- Wippsäge + Spalter
- Kombi-Sägespaltautomaten
Wichtig für effizientes Arbeiten:
- Stämme bzw. Teilstücke sollten so vorbereitet sein, dass sie gut auf die Maschine passen (Länge, Durchmesser).
- Möglichst gleiche Dimensionen einlegen – das hält Taktzeiten stabil.
- Bei Übermaßstücken (extrem dicke oder verastete Teile) lieber den Kegelspalter nutzen, statt jedes Mal an Maschine und Grenzen zu stoßen.
Ein erprobtes Vorgehen:
- Starkes und „sauberes“ Holz → direkt über Sägespalter laufen lassen.
- Besonders dicke, krumme oder verwachsene Stücke → zuerst mit Kegelspalter aufbrechen, dann spalten/sägen.
So bleibt der Fluss am Sägespalter ruhig, und niemand schleppt sich mit Problemholz ab.
5. Trocknung: Lagerung entscheidet über Qualität
Ofenfertiges Holz ist nur dann etwas wert, wenn es trocken ist. Egal ob mit oder ohne technische Trocknung – einige Grundregeln helfen:
- Möglichst luftige Stapelung (nicht „dicht klatschen“)
- Überdachung gegen Regen, aber Seiten offen lassen
- Holz nicht dauerhaft auf blankem Boden, sondern auf Paletten, Kanthölzern o. Ä. lagern
- Idealerweise Süd- oder Westseite, wo Wind und Sonne drankommen
Wer Holz verkauft, kommt meist nicht um eine Feuchtemessung herum.
Eine saubere Lagerstrategie sorgt dafür, dass einzelne Jahre nicht „verstopfen“ und alte Bestände übrig bleiben.
6. Wo genau spart ein Kegelspalter Zeit und Rücken?
Schauen wir konkret auf die Vorteile eines Kegelspalters im Prozess:
- Starke Stämme vorbrechen
→ Die großen Kaliber werden in 2–4 Teile gespalten, die der Spalter locker schafft. - Wurzelholz & Problemstücke
→ Verrückte Formen, Gabelungen, dicker Wurzelansatz: der Kegel packt da, wo viele Spalter an ihre Grenzen stoßen oder es schlicht gefährlich/unhandlich wird. - Überlängen teilen
→ Längere Stücke können in der Mitte „aufgerissen“ werden, um sie überhaupt handlicher zu machen.
Gerade wenn ein Bagger oder Hoflader ohnehin da ist, lohnt sich der Gedanke:
Statt mit mehr Personal und Kraft an einem überforderten Spalter zu kämpfen, übernimmt der Kegelspalter die grobe Arbeit – schnell, sicher und ohne viele Handgriffe.
7. Sicherheit & Handling: was zu beachten ist
Natürlich gilt beim Brennholz machen: Sicherheit zuerst.
- Kegelspalter nur an geeignete Trägerfahrzeuge mit passender Hydraulik anbauen.
- Nur aus der Kabine bzw. von einem sicheren Platz aus arbeiten.
- Niemals unter hängenden oder instabilen Stammstücken aufhalten.
- Genügend Platz rund um die Maschine, damit niemand in den Gefahrenbereich gerät.
Ähnliches gilt für Spalter, Sägen und Bagger: Maschinen sind dazu da, die Arbeit sicherer zu machen – nicht riskanter.
8. Für wen sich ein Kegelspalter besonders lohnt
Ein Kegelspalter am Bagger oder Hoflader lohnt sich insbesondere für:
- Forstbetriebe und Brennholzverkäufer mit stärkeren Holzdimensionen
- Landwirte, die nebenbei Brennholz machen und bereits einen Frontlader/Bagger haben
- Dienstleister, die Fällarbeiten inkl. Aufbereitung anbietenHöfe mit viel
- Wurzelholz oder speziellen Aufträgen, bei denen normales Spalten mühsam ist
Wer bisher schon öfter dachte:
„Dieses Holz ist ja eine Strafe“
– für den kann ein Kegelspalter genau der Schritt sein, der aus „mühsam“ wieder „wirtschaftlich“ macht.
Fazit: Vom Stamm zum Scheit – mit der passenden Technik
Brennholz effizient vorzubereiten, heißt:
- Wege kurz halten (Rücken & Lagerplatz).
- Problemholz frühzeitig mit dem richtigen Werkzeug angehen.
- Sägen und Spalten so organisieren, dass der Durchsatz stabil bleibt.
- Am Ende für eine saubere Trocknung sorgen.
Ein Kegelspalter am Bagger oder Hoflader ist dabei kein Muss – aber für viele Betriebe ein Gamechanger, weil er:
- die körperlich schwersten Arbeiten übernimmt,
- den Spalter entlastet
- und aus „Problemstücken“ normales Holz macht.
Beratung & Angebot
Sie überlegen, ob ein Kegelspalter zu Ihrem Betrieb passt – oder welches Deitmer-Grundgerät für Ihren Bagger, Hoflader oder Traktor geeignet wäre?
Deitmer Maschinenbau berät Sie gerne:
- Welche Kegelgröße und Antriebsvariante sinnvoll ist
- Wie der Kegelspalter an deine vorhandene Maschine angebaut werden kann
- Ob sich die Investition für deine Holzmenge rechnet